Von 1981 bis 2000

Das Schicksal meinte es nicht gut mit den Müllejecke, im Sommer 1983 verloren sie sowohl den Zeremonienmeister Günter Schaaf, wie auch den närrischen Schutzmann „Wim“ Decker und 1986 unser Kassierer Kurt Kuhn.

Drei verdiente Mitglieder die unvergessen bleiben werden.

Hilde Decker selbst, Präsidentin der Gesellschaft, legte auf Grund der tragischen Umstände ihr Amt nieder und Günter Siegmund, schon in den 50ger Jahren sehr oft als Büttenredner für die Müllejecke tätig, übernahm zunächst die kommissarische Präsidentschaft der Gesellschaft bis zur Generalversammlung 1984, wo er dann als Präsident bestätigt wurde.

Jahreshauptversammlung im April 1984 im Jägerhof

Zu erwähnen wäre noch, dass die Müllejecke Mitglied im Bund Deutscher Karneval wurden, eine Mitgliedschaft, die nicht allen Vereinen zur Pflege des Winterbrauchtums angetragen wird.

Aber immer noch sind die Müllejecke in den Augen der Urdenbacher Bürger „Abtrünnige“, sind sie nicht zuletzt nach Garath ausgewandert. Kaum jemand weis, dass das Dorf Urdenbach, heute ein Dorf mit Herz, für Vereine keine geeigneten Veranstaltungsräume zur Verfügung stellen konnte.

Waren es doch in der Vergangenheit vier große Säle, die da waren, Jägerhof, Fernando, Haus Büschel und Mevissen.

Sie alle standen für die Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung.

Doch der Bekanntheitsgrad der Müllejecke ging weit über die Urdenbacher Grenzen hinaus. So pflegten die Müllejecke Kontakte in die Hansestädte Hamburg und Kiel, so wie hinunter in den Schwarzwald und den alemannischen Raum der Schweiz. Aber auch nach Übersee reichten die freundschaftlichen Verbindungen. Hier ist es besonders „Regina“ in Saskatchewan in Kanada, wo die Müllejecke ihre Freunde hatten, die 1979 und 1980 durch persönliche Besuche ihre Verbundenheit dokumentierten.

Als die Deutsch-Deutsche Grenze 1989 fiel, knüpften die Müllejecke auch in Ostdeutschland karnevalistische Bande, so nach Laucha an der Unstrut, zum LVC, dem Lauchaer-Karnevals-Verein.

Seit 1978 veranstalteten die Müllejecke alljährlich einen karnevalistischen Nachmittag im Otto-Ohl-Heim, einer Senioren Wohnanlage in Düsseldorf Garath, der leider nach 20 Jahren wegen Umgestaltung der Wohnanlage, eingestellt werden musste.

Auch die Tradition des Altweiber-Karnevals wurde alljährlich mit einem Zug der Müllejecke Möhne durch Garath mit der Erstürmung der Bezirksverwaltung 10 zu einem Höhepunkt des närrischen Treibens vor Beginn der tollen Tage.

Die Möhnen auf dem Weg zur Bezirksvertretung 10  1984

Seit vielen Jahren pflegen die Müllejecke auch Kontakte zu den ortsansässigen Vereinen und zu Karnevalsvereinen unserer Heimatstadt Düsseldorf.

Und wieder einmal spielte das Schicksal den Müllejecken böse mit, als das letzte Helau der Session 1988/89 verklungen war, verstarb unerwartet unser Präsident Günther Siegmund und unser wohlverdientes Mitglied Günter Voos. Auch ihnen werden wir ein ehrendes Andenken bewahren.

Um die Lücke der Präsidentschaft zu schließen, sprang Hilde Decker noch einmal ein, bis sie 1991 aus persönlichen Gründen zurück trat. Hier war es Ernst F. Wolter, seit 1986 Ehrenmitglied der Gesellschaft, der zunächst bis zur Jahreshauptversammlung kommissarisch die Präsidentschaft übernahm.

Im April 1992 wurde er dann in diesem Amt bestätigt.

Er repräsentierte die Müllejecke nicht nur bei Veranstaltungen, sondern auch bei allen karnevalistischen Angelegenheiten in Düsseldorf, bis er 2001 aus Altersgründen das Präsidentenamt niederlegte.

Jubiläumsempfang 7X11 Jahre am 21 Januar 2001Oberbürgermeister Erwin hielt die Laudatio

Dieses Amt füllten von da an Gastpräsidenten aus.

Auch Heinz Holtschneider, seit 1977 erster Vorsitzender, gab 1996 aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz an Wolfgang Schenk weiter.

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