Gründungsjahre bis 1940

Vereins-Chronik der „Müllejecke 1924“

Für die Jahre 1924 – 1994

Die letzten „Helau’s“ der Session 1924 waren noch nicht ganz verklungen, als sich eine Reihe Urdenbacher Bürger entschloss, einen 2. Karnevalsverein im  Süden von Düsseldorf zu gründen.

Unter der Federführung von Fritz Staubesand und weiteren interessierten Bürgern beschloss man die Grundsteinlegung einer neuen Gesellschaft.

Bei der ersten General-Versammlung im Sommer 1924 wurde dann unter dem Namen „Allgemeiner Verein der Karnevalsfreunde Urdenbach e.V.“ die Gesellschaft offiziell aus der Taufe gehoben.

Die Initiatoren dieser ersten Stunden, die sich im Juli 1924 zu ihrer ersten General-versammlung zusammenfanden, übernahmen, wie die folgende Aufstellung ersichtlich macht, folgende Ämter:

 

Fritz Staubesand Präsident u. 1. Vorsitzender
Willi Böker 1. Schriftführer
Jakob Richartz 1. Kassierer
Emil Winter 2. Kassierer
Peter Kürten Närrischer Schutzmann
Fritz Fuchs Hoppeditz
Toni Kürten Pressewart

 

und Josef Schillings, (verstorben 1993) übernahm das Amt des Zeug- und Bühnenwartes.

Die Jecken der ersten Stunde unter dem damaligen Präsidenten Fritz Staubesand

Einige Monate später gesellten sich noch Fritz Echtermann sowie die aktiven Mitglieder Wilhelm Holtschneider, Peter Tillmann, Fritz Wölker, Johann Hutmacher, Wilhelm Christian,  Adolf Petzack, Fritz Wittisch und Paul Gräfe hinzu, sodass schon die erste stattliche Zahl von 17 Mitgliedern vorhanden war, als es in die erste Session 1924/25 ging.

Trotz eines schweren Beginn’s in der „Nachinflations-Zeit“ gelang es den Karnevalsfreunden sich einen beachtenswerten Platz in den Reihen anderer Urdenbacher Vereine zu sichern.

Wie aus alten, noch heute vorhandenen Kassenbüchern ersichtlich, schuf der Verein ein finanziell solides Fundament. Von Anbeginn konnten die Karnevalsfreunde bei ihren Veranstaltungen und insbesondere bei Ihren „Preis-Maskenbällen“ immer auf  eine rege Beteiligung der Bürgerschaft rechnen.

Im Jahre 1930 übertrug man Johann Quirl die Ämter des Präsidenten und gleichzeitig das des 1. Vorsitzenden, welche er bis zum Jahre 1952 mit persönlichem Engagement  und Begeisterung führte.

Schon Anfang der „Dreißiger Jahre“ trug man sich in Urdenbach mit dem Gedanken, einen eigenen Karnevalszug auf die Beine zu stellen. Im Jahre 1936 war es dann endlich soweit, man gründete in Gemeinsamkeit mit allen Urdenbacher Vereinen einen  Festausschuss welcher es sich zur Aufgabe machte, den ersten Karnevals-Umzug „Im Dorf“ zu organisieren.


Mühlengrafen von Urdenbach ab linksFritz Schumacher 1936-37Theodor Hörner 1938-39Ludwig van de Sand 1937-38

Auch beschloss man ein Mühlengrafenpaar zu küren, war doch damals die alte Mühle eines der markantesten Wahrzeichen Urdenbachs. Zum närrischen Umzug 1936 jubelten Tausende dem ersten Mühlengrafenpaar Fritz und Julchen Schumacher, zu.
Angespornt vom großen Erfolg dieses Umzuges, beschloss man im Urdenbacher Festausschuss, dieses alljährlich am Karnevals-Sonntag zu wiederholen.

1937 waren es Ludwig van de Sand und seine Frau Anna, welche dem Mühlengrafenpaar Gestalt gaben, gefolgt im Jahre 1938 von Theo Hörner und Frau Fränzi Mevissen.

Als letzte Tollitäten vor dem Ausbruch des Krieges 1939, konnte man im Frühjahr dieses Jahres Willi und Mathilde Opgenord erleben.

Letztes Mühlengrafenpaar vor dem 2ten Weltkrieg 1939-52 Willi u. Mathilde Opgenord

Dann gingen nicht nur im Lande, sondern auch im karnevalistischen Sinne alle Lichter aus.

Es wurde still im Vereinsleben Urdenbachs und auch bei den Karnevalsfreunden.